Middag Humsterland

Außer dem Nationalpark Lauwersmeer zählt auch die nationale Landschaft Middag-Humsterland zum grünen Westerkwartier. Die ehemaligen, mittelalterlichen Inseln Middag und Humsterland liegen nordwestlich der Stadt Groningen. 

Die Landschaft zeichnet sich durch die gut erhaltenen, archäologisch interessanten Wierden aus. Eine Wierde ist eine Aufschüttung (Terpe) aus Erde, auf der sich einst Menschen ansiedelten. Die geschwungenen Formen der Wassergräben und Parzellen erinnern an die Priele zwischen den Inseln, die inzwischen verlandet sind. Alle Merkmale der ältesten Kulturlandschaft der Niederlande sind erhalten geblieben, da Flurbereinigung im unberührten Ackerland kein Thema war. Middag-Humsterland sehnt sich danach, entdeckt zu werden. Die gewundenen Pfade, die weite Landschaft und die schlängelnden Wassergräben und Priele laden zu einer aktiven Entdeckungstour ein. Die wunderliche Landschaft ermöglicht es, meilenweit Fahrrad zu fahren, zu wandern und sich um zu sehen. Die Weite und das spezielle Licht inspirierten bereits viele Maler (De Ploeg). Außer der landschaftlichen Kulturgeschichte und den verschiedenen Wierdendörfern gibt es diverse Sehenswürdigkeiten, unter anderen: der Rest eines Zisterzienser-Klosters und Museum in Aduard, romanische Kirchen in Oostum und Fransum, Allersmaborg in Ezinge und Hamster-/Piloersmaborg in Den Ham. In Ezinge befindet sich auch das Wierdenland Museum, das die Geschichte der Wierden und der Wierdenlandschaft anschaulich darstellt. Middag-Humsterland ist eine offene, reine Landschaft, deren Ruhe und Weite den Besucher beeindrucken.

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