Mühlen im Westerkwartier

Hier unten finden Sie bemerkenswerte Mühlen, die im Westerkwartier zu besichtigen sind.

De Eendracht ist eine Poldermühle nördlich der Groninger Ortschaft Sebaldeburen. Sie wurde im Jahr 1887 gebaut, nachdem ihr Vorgänger aus dem Jahr 1801 abgebrannt war. Bis 1970 blieb die Mühle gewerbsmäßig als Pumpstation des Sebaldebuurstermolenpolders in Betrieb. Sie wurde dann mehrfach restauriert, und bei der letzten Restaurierung vor ein paar Jahren wurde die Mahlfunktion beider Wellen wiederhergestellt. Der ehrenamtliche Müller wohnt im umgebauten Müllerhaus östlich der Mühle und sorgt dafür, dass die Mühle den Polder sehr regelmäßig trockenschöpft. Seit einigen Jahren befindet sich ein funktionierendes Modell von De Eendracht in der Nähe des Wohnhauses. Das selbsttätig drehende Flügelkreuz ist mit dem Van Bussel-System ausgestattet.
 

De Eolus ist eine Poldermühle auf der Westseite des Aduarderdieps, nördlich von Aduard, östlich von Den Ham und Fransum. Eolus wurde mehrmals restauriert. Das selbsttätig drehende Flügelkreuz ist mit dem Van Bussel-System ausgestattet, und die Ruten haben eine Länge von 19 Metern. Die Mühle ist im Besitz der Mühlenstiftung Westerkwartier. Bemerkenswert sind die großen Fenster in den Feldwänden. Diese Fenster bilden gemeinsam mit einigen anderen Teilen die Überreste des Wohnraums, der in der Mühle bis zum Bau des separaten Müllerhauses untergebracht war.
 

De Fortuna ist eine Korn- und Schälmühle und ein "lebendiges Denkmal“ im Groninger Dorf Noordhorn. Sie kann Getreide mahlen und ist auch in der Lage, Gerste oder Reis zu schälen. Dies geschieht mit Hilfe einer Achse von 21 Metern Durchmesser (4 Flügel von je 10,5 Meter), zwei Paar Schleifsteinen und zwei Schälsteinen. Um 1800 stand eine Mühle an der gleichen Stelle, die 1890 niederbrannte. Damals wurde die heutige Mühle erbaut, unter Verwendung von Teilen einer abgerissenen Mühle aus Grijpskerk. Seit 1971 ist die Gemeinde Zuidhorn Eigentümer der Fortuna. Die Mühle wurde 1983 und 2009 restauriert. Das letzte Mal wurde unter anderen ein komplett neues Flügelkreuz mit zwei Flügelformen, ein sogenannter Fokflügel und eine Van Bussel-Nase, angebracht. Auf dem ersten Dachboden ist eine einzigartige Sammlung von siebzehn historischen Dioramen zu besichtigen, die vom verstorbenen Enno Spandauw aus Uithuizen angefertigt wurden.

De Jonge Held ist die Poldermühle des ehemaligen, gleichnamigen Wasserverbands am Friesestraatweg nordwestlich der Stadt Groningen. Die im Jahr 1829 erbaute Mühle wird meist dem Dorf Leegkerk zugeordnet, jedoch befindet sie sich offiziell auf dem Gebiet des Weilers Slaperstil. Heutzutage ist die Stadt Groningen so dicht aufgerückt, dass die Postanschrift der Mühle Groningen ist. Die Mühle hat noch bis in die 1980er Jahre die Polder von De Jonge Held vollständig durch Windkraft entwässert. Nach verschiedenen Restaurationsarbeiten ist die mit Selbstausrichtung in Kombination mit dem Van Bussel-System ausgestattete Mühle regelmäßig, dank ehrenamtlicher Müller, in Betrieb. Die Mühle bietet mit dem benachbarten Müllerhaus ein charakteristisches Bild, wenn man von Aduard aus Richtung Groningen fährt.

De Westerhornermolen oder einfach Westerhorner ist eine Poldermühle zwischen dem Dorf Grijpskerk und dem Weiler Gaarkeuken. Die Mühle bediente das Gebiet des Wasserverbands Westerhornermolenpolder bei Grijpskerk. Sie wurde 1829 erbaut und blieb bis in die fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts durch Windkraft funktionsfähig. Nach dem Einbau eines Dieselmotors war der Windkraftantrieb nicht mehr notwendig, und die Mühle geriet ernsthaft in Verfall. Im Jahr 1988 änderte sich ihr Schicksal und die Mühle wurde in altem Glanz restauriert. Die Welle kann entweder elektrisch oder durch Windkraft betrieben werden, und die Mühle ist als solche immer noch eine funktionierende Pumpstation. Einige ehrenamtliche Müller betätigen sie sehr regelmäßig durch Windkraft.

De Zwakkenburgermolen, zumeist Zwakkenburger genannt, ist eine Poldermühle südlich der Ortschaft Niezijl, östlich von Grijpskerk und nördlich vom Van-Starkenborgh-Kanal in der Provinz Groningen. Die Mühle bediente den Zwakkenburger- und Ellersvelderpolder. Sie wurde ursprünglich im Jahr 1865 erbaut und blieb bis 1955 durch Windkraft in Betrieb. In jenem Jahr wurde ein Dieselmotor für den Antrieb der Welle eingesetzt und das Flügelkreuz entfernt. Die Mühle geriet stark in Verfall. Um 1980 nahmen Groninger Mühlenfreunde sich ihrer an. Der Wasserverband Westerkwartier hat sie an die Mühlenstiftung Westerkwartier übertragen, die die Mühle nach vielen arbeitsreichen Jahren am alten Standort im Jahr 2002 abbauen ließ. Mit einem Boot wurde die Mühle in die Mühlenwerkstatt in Heiligerlee gebracht. Nach der dortigen Restauration wurde sie im Jahr 2003 zweihundert Meter weiter südlich des ursprünglichen Standortes erneut aufgebaut. Die Mühle steht jetzt direkt an Nordseite des Kanals. Die ganze Operation wurde am 10. Oktober 2003 fertiggestellt, und die Mühle wurde wieder in Betrieb genommen. Die Achse besteht aus alt-holländischem Gittern mit Segeltuch, und die Ruten haben eine Länge von 16,8 Metern.